KA85 Sanierung im Vorderhaus

Das Hinterhaus wurde im Frühjahr 1995 fertig gestellt. Danach begannen wir mit dem Vorderhaus. Nicht
zuletzt hieß dies auch, dass alle BewohnerInnen des Vorderhauses in das Hinterhaus ziehen mussten. Oder zu Freunden.
Da zu diesem Zeitpunkt die eingerichteten ABM-Stellen nur noch für kurze Zeit zur Verfügung standen, mussten mehr Aufträge als im Hinterhaus an Fremdfirmen vergeben werden.
Im Vorderhaus fielen die Grundrissänderungen der Wohnungen nicht so dramatisch wie im Hinterhaus aus. Allerdings wurde für die Küchen und Bäder ein Estrich-Unterbau benötigt, so dass aufwändige Balkenverstärkungen realisiert werden mussten.

Ähnlich dem Hinterhaus wurden auch für das Vorderhaus der Ausbau des Dachgeschosses sowie eine Gemeinschaftsdachterasse geplant. Die notwendigen Stahlträger und Balken konnten – im Gegensatz zum Hinterhaus – hier mit einem Autokran in das Dachgeschoss gehoben werden.

Zimmer im 4. Stock nach dem Sommergewitter.

Im Sommer 1995 hatten wir unseren Dachstuhl komplett geöffnet und für die Nächte nur durch Planen abgedeckt, als sich eines abends ein gewaltiges Sommergewitter über Berlin entlud. Die Planen hielten den Wassermassen nicht stand. Das Wasser stürzte bis in die 3. Etage nieder und hinterließ einen beträchtlichen Schaden. Für uns bedeutete dies eine zusätzliche, finanziell nicht einkalkulierte Decken- und Fußbodensanierung für den 4. Stock durchführen zu müssen.

Im Herbst 1996, nach insgesamt dreieinhalb Jahren Bauzeit, konnten wir endlich auch in die frisch sanierten Wohnungen im Vorderhaus einziehen.